Ökosysteme

Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft

Ökosysteme und natürliche Lebensräume

Definition (Fachbegriffe)

Ökosystem ist ein sich selbst regulierendes Beziehungsgefüge von Pflanzen, Tieren und ihrer Umwelt, deren Glieder sowohl funktionell als auch strukturell aufeinander angewiesen sind.

Biotoparten (exemplarisch)

  • Lebensraum Trockenrasen:
    • besonders artenreich
    • wichtig für viele Schmetterlingsarten, Eidechsen – aber auch seltene Pflanzen wie Orchideen
    • Bilder dazu:
  • Lebensraum Feuchtbiotop:
    • beherbergt eine große Zahl von Pflanzen- und Tierarten, die sich speziell an diesen Lebensraum angepasst haben.
    • Biotop, das in letzter Zeit am stärksten beeinträchtigt wurde (Trockenlegung feuchter Wiesen und Äcker)
    • Bilder dazu:
  • Lebensraum Hecke:
    • artenreichster Standort mit großer, häufig langer kultureller Vergangenheit (Feldraine, Feldunterteilungen, Windschutzhecken)
    • Die jetzt als Band 4/2002 der ilu-Schriftenreihe veröffentlichten Daten belegen, dass Ackerbegleitbiotope wie Grabensysteme oder Feldraine in den ostdeutschen Projektbetrieben in besonderem Maß zur Artenvielfalt beitragen. Sie bieten nicht nur einer ganzen Reihe von spezialisierten Tierarten, sondern auch verschiedenen Rote-Liste-Arten einen dauerhaften Lebensraum und werden von zahlreichen Arten insbesondere der Wirbellosenfauna auch zur Fortpflanzung genutzt.

    Quelle: Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft

Biotopverbund

Ausgangslage: Der zunehmende Nutzungsdruck auf die Landschaft durch Straßen- und Siedlungsbau sowie die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft führen zu einem Verlust an wertvollen Biotopen. Diese verlieren nicht nur insgesamt an Fläche, sondern werden in isolierte Einzelteile zerlegt, die aufgrund ihrer geringen Größe verstärkt „Randeffekten“, d. h. störenden Einflüssen aus der Umgebung, ausgesetzt sind. Die verbleibenden Biotopinseln sind für viele Arten zu klein und ihre Isolation erschwert den Austausch von Individuen zwischen den Gebieten. Dies führt zu einer genetischen Verarmung der Populationen und gefährdet ihr dauerhaftes Überleben.

Ziel des Biotopverbundes ist dementsprechend – neben der nachhaltigen Sicherung naturnaher und halbnatürlicher Lebensräume – die Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger, ökologischer Wechselbeziehungen in der Landschaft. Dabei stehen die Ansprüche der heimischen Arten an ihren Lebensraum im Vordergrund. Verbundsysteme sollen den genetischen Austausch zwischen Populationen, Tierwanderungen sowie natürliche Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse gewährleisten.

Quelle: Bundesamt für Naturschutz

Ökologischer Landbau als „Kulturökosystem“

Leitgedanke im ökologischen Landbau ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Dieses Ziel wird durch die Betrachtung des Betriebes als ein vielseitiges Ganzes, als eine Art Organismus verwirklicht.

Ökosystem - Teil 2

A 1 Grundlagen
- b1) Ökosysteme ::: Seite 3 :::
aktualisiert: 08.08.2003 11:58
W. Janka
Informationen Ökolandbau    © BLE 2003