Sortenwahl
Saatgut
Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft

Sortenwahl und Saatgutqualität:

Was der Mensch sät, wird er ernten. (Galater 6, 7)

Anforderungen an die Pflanzenzüchtung und Vermehrung für den ökologischen Landbau

Sorten, die sich für den ökologischen Anbau eignen, müssen ganz spezielle Anforderungen erfüllen. Sie müssen im besonderen Maße an die Wirtschaftsweise und den jeweiligen Standort angepasst sein. Das im ökologischen Landbau eingesetzte Saatgutsortiment beruht im Wesentlichen auf ausgewählten Sorten des konventionellen Marktangebotes, die den speziellen Anforderungen des Biolandbaus gerecht werden. Dabei wird das Augenmerk auf für den Anbau wichtige Kriterien gelegt:

Zuchtziele für ökologisch gezüchtete Sorten im Ackerbau:

- Samenbürtige Krankheiten
- Unkrautunterdrückung
- Strohlänge
- Qualitätsausprägung und -sicherheit
- Ertragsausprägung und -sicherheit
- Nährstoffaneignung

Sorten, die sich in den ökologischen Versuchsflächen bewährten, werden von Öko-Saatgutvermehrern angebaut. Da die herkömmliche Keimfähigkeitsuntersuchung des Z-Saatgutes für den Biolandwirt nur eine geringe Aussagekraft hat, wird ein sogenannter „Kalttest“ durchgeführt. Im Unterschied zur Keimfähigkeitsuntersuchung (20 °C und Nährlösung) werden die Körner auf natürlichem Boden bei nur 10 °C herangezogen. Nur Partien, die beide Tests bestehen, kommen zum Einsatz.

Die biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung geht sogar noch einen Schritt weiter und beschäftigt sich in langjähriger Tradition mit der Züchtung spezieller Öko-Sorten.

Quellen: Agrarpolitische Tagung    Ev. Landjugendakademie Altenkirchen 2001

Sortenempfehlungen für ökologisch wirtschaftende Betriebe 2002/2003
Wintergetreide 2002/2003
Sommergetreide 2003
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sonstige Sommerungen
 

Quellen: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

B4 Sortenwahl und Saatgutqualität
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aktualisiert: 08.08.2003 11:58
W. Janka
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