Pflanzen-
ernährung
Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft
Pflanzenernährung im ökologischen Betrieb

Grundregeln der Düngung im ökologischen Landbau auf dem Ackerland

1. Nährstoffversorgung
  • N-Versorgung durch Leguminosenanbau und Anwendung von organischen Düngern
  • bei P und K möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe anstreben, d. h. geringe negative Nährstoffsalden.
  • dies wird am besten mit Viehhaltung erreicht.

2. Aktiver Nährstoffaufschluss durch die Pflanzenwurzel. Dieser wird erreicht durch

  • optimale Bodenstruktur,
  • gut durchwurzelbaren Unterboden,
  • den Anbau verschiedener Pflanzen mit unterschiedlichen Wurzelsystemen.

3. Wirtschaftseigener organischer Dünger - sorgfältiger Umgang und schonende Behandlung

  • gleichmäßige Verteilung von Stallmist und Gülle
  • kleinere, aber häufigere Gaben
  • Verdünnen der Gülle mit Wasser
  • Düngergaben zu wachsenden Pflanzen
  • eventuell Kompostierung und Aufbereitung von Stallmist

4. Faktoren der Nitratbildung im Boden (N-Mobilisierung)

  • Vorhandensein mineralisierbarer Rückstände
    (Dauerhumus, alte verholzte Wurzeln, Stängel, Stoppeln, Stallmist, Gülle, Erbsenstroh, junges Grünmaterial)
  • ausreichend Feuchtigkeit
  • Temperaturen von über 8 °C im Boden
  • ausreichend Sauerstoff im Boden
  • auf sandigen Böden wird sehr schnell, auf schluffigen Böden langsam mineralisiert

>> Grundregeln der Düngung im ökologischen Landbau auf dem Ackerland

>> Einflussfaktoren auf die Nährstoffversorgung

>> Beispiele für Nährstoffbilanzen:

>> zum Formular für die Hoftorbilanz für N, P2O5, K2O

>> zugelassene und erhältliche Mineraldünger für den ÖL :: >> Übersichtstabelle

Quelle: Ökoberater Hans Schneck, Regensburg
B5 a) Pflanzenernährung
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aktualisiert: 08.08.2003 11:58
W. Janka
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