Unkraut-
regulierung
Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft
Un-(Bei-)krautregulierung

Konkurrenzkräftige Kulturen – Unkräuter vermeiden ist besser als bekämpfen!

Unkräuter konkurrieren mit der Kulturpflanze um Nährstoffe, Wasser und Licht und können Ertrag, Ernte, Qualität und Verarbeitung negativ beeinflussen.

Unkrautregulierung ohne Chemieeinsatz ist erfolgreich, wenn es gelingt, die vorbeugenden Maßnahmen der Unkrautregulierung wie

  • vielseitige Fruchtfolge,
  • intensiven Zwischenfrucht- und Gründüngungsanbau,
  • Vermeidung von Bodenverdichtungen, Wurzelunkräutern und
  • dichte Kulturpflanzenbestände

mit den mechanischen Regulierungsmaßnahmen (Striegeln, Hacken) so zu kombinieren, dass die Unkräuter nicht ganz verdrängt werden, sondern Beikräuter unserer Kulturpflanzen werden und keine wirtschaftlichen Nachteile bringen.

Ein vielartiger Beikrautbestand mit geringer Dichte bietet

  • Nahrung, Schutz und Lebensraum für Nützlinge, Schädlinge und für das Bodenleben,
  • die Beikräuter bedecken den Boden und
  • mindern die Bodenerosion. (1)

Unkräuter werden im ökologischen Landbau daher auch als Bei- oder Wildkräuter bezeichnet.

Die Förderung von konkurrenzkräftige Kulturen durch

  • die richtige Fruchtfolge,
  • standorttypische Sortenwahl sowie
  • optimierte Nährstoffversorgung
steht daher besonders im Vordergrund, so dass bereits im Vorfeld viele Unkräuter indirekt bekämpft, d. h. auf eine ökonomisch unbedenkliche Schwelle reduziert werden. (2)

Quellen: (1) ERNTE für das Leben, Österreich – (2) Ökoberater Hans Schneck, Regensburg

B7 Unkrautregulierung
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aktualisiert: 08.08.2003 11:58
W. Janka
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