Betriebswirtschaft
Umstellung - 1 -
Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft
Übersicht der Materialien
Sachinformation:  
Umstellungsvoraussetzungen ................................................................................
1
Betriebswirtschaftliche Folgen ................................................................................
2
Checkliste ................................................................................
3
Internetrecherche ................................................................................
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Umstellungsvoraussetzungen:

Persönlich:

Betriebsleiter, die ihren Betrieb auf ökologische Bewirtschaftung umstellen wollen, müssen in erster Linie offen sein für ökologische und ökonomische Grundprinzipien und dürfen vor allem keine Scheu haben, sich neuen unternehmerischen Aufgaben zu stellen.
Neben der Bereitschaft, strenge gesetzliche Vorschriften einzuhalten, muss auch eine hohe innere Akzeptanz für Natur und Umwelt vorhanden sein, schließlich steht das Vertrauen der Verbraucher in die ökologisch erzeugten Nahrungsmittel im Vordergrund. Da der Umstellungsprozess einige Jahre dauert, sollte dieser nachhaltige Schritt wohl überlegt sein und der Rat von erfahrenen Beratern eingeholt werden.
Betrieblich – Einhaltung der EU-Verordnung:
  • artgerechte tierhaltungsökologische Futtermittel
  • Tierbesatz: maximal 170 kg N je ha (~2 GV)
  • Tierzukauf von Biobetrieben
  • Saat- und Pflanzgut aus ökologischer Vermehrung
  • Verbot des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln
  • Verbot von mineralischen und synthetischen Stickstoffdüngemitteln
  • Verbot jeglichen Einsatzes genmanipulierter Organismen
  • Betriebskontrolle durch staatlich zugelassene, unabhängige Kontrollstellen

Muss der gesamte Betrieb umgestellt werden?

  • Gemäß den EU-Richtlinien zum Öko-Landbau ist eine Teilbetriebsumstellung möglich.
  • Für viele Fördermöglichkeiten (Flächenförderung) ist jedoch eine Komplettumstellung nötig.
  • Weiterhin ist die Mitgliedschaft in einem der Anbauverbände und der damit verbundene Vermarktungsvorteil nur bei einer Gesamtbetriebsumstellung möglich.

Welcher Betriebstyp eignet sich am besten?

  • Prinzipiell ist eine Umstellung für fast alle Betriebe möglich, wenn der Betriebsleiter den Zielen des ökologischen Landbaus offen und positiv gegenübersteht und in der Lage ist, die zum Teil erheblichen Änderungen auf seinem Betrieb vorzunehmen.
  • Technisch am leichtesten fällt die Umstellung meist Ackerbaubetrieben mit der Eignung zum Hackfruchtbau (Gemüse, Kartoffeln).
  • Für Milchviehbetriebe sind eine ausreichende Flächenausstattung und eine Vermarktungsperspektive für Bio-Milch wichtige Voraussetzungen.
  • Schwieriger ist dieser Prozess für Betriebe mit intensiver Tierhaltung, wenn – was häufig der Fall ist – die Ställe nicht den Richtlinien entsprechen und in der Vergangenheit viel Kapital in die Ställe investiert wurde.

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Quelle:   Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen

D1 Umstellung
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aktualisiert: 08.08.2003 11:58
W. Janka
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